Archiv der Kategorie: Allgemein

«Neue Autorität» im Schulalltag

Das Team der Schule «deduca» in Küsnacht ZH setzt den Ansatz der Neuen Autorität im Alltag bewusst und konsequent um. Was wird davon im Alltag sichtbar? So lautete eine der Fragen der deduca beim Besuch einer sechsköpfigen Zaungäste-Delegation am 29. März 2023. Ausserdem waren die Gastgebenden interessiert an Wahrnehmungen zu Lehrer-Schüler-Beziehungen sowie zur Differenzierung in Individualisierung.

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PH Tirol stellt die Zaungäste vor

Ende April führt die PH Tirol das «1. Innsbrucker Gipfeltreffen für Führungspersonen» durch. Dabei wird in einem der diversen Praxisdialoge auch die Methode der Zaungäste präsentiert. Mit dabei ist Dr. Thomas Weber. Er hat in den vergangenen zehn Jahren den internationalen Teil unseres Projektes entscheidend mitgeprägt. Der Link zur Ausschreibung ist hier.

Was wird sichtbar von unserer Vision?

So lautete die Frage des Teams der Tagesschule FLOW in Wislikofen an die fünf Zaungäste beim Besuch der Gruppe 2 am 1. Februar.

Die private Schule besteht seit 2019 und führt zwei Stufenklassen für über 30 Kinder. Das Team legt Wert auf persönliches Wohlbefinden, intrinsisches Lernen, (Wieder-)Entdecken eigener Lernfreude, voneinander Lernen über Altersdurchmischung und Eigenverantwortung. Wie werden die entsprechenden Gelegenheiten dazu genutzt? Darauf richtete sich der Fokus der Zaungäste im Unterrichtsalltag.

Die Tagesschule FLOW befindet sich im ehemaligen Dorfschulhaus von Wislikofen/AG.

Eigenverantwortlich lernen

Der internationale Zweig der Zaungäste besuchte vom 16.-18. November die Landesberufsschule «Emma Hellenstainer» in Brixen (I). Hier werden Berufsleute für das Gastronomie- und Nahrungsmittelgewerbe ausgebildet. Im Fokus der Gäste lag des eigenverantwortliche Lernen. Dies ist der didaktische Schwerpunkt der Schule. Nach der Rückmeldung der Gäste an die Gastgebenden folgte ein abschliessendes Mittagessen, professionell und liebevoll zubereitet und serviert von den Lernenden.

Mit Freude und Berufsstolz präsentierten die Lernenden das Mittagsmenü.

Ein inspirierender Tag an der Gesamtschule Winterthur

Rückmeldung ans Team der GSW

Endlich! Die Schulgruppe 1 der Zaungäste war in der Gesamtschule Winterthur (GSW) zu Gast. Der Besuch – der zweite beim Team um Florence Bernhard – war ursprünglich auf März 2020 geplant. Der Fokus der Beobachtungen lag auf Elementen des altersdurchmischten Lernens. Das Ergebnis war für die Gastgebenden ebenso aufschlussreich wie für die Zaungäste. Sie kennen diese Unterrichtsform aus ihrem eigenen Alltag.

Nationale Barcamp-Tagung

Am 14. September 2022 reisten rund 100 nationale Bildungsakteur:innen zum DISPO Nidau bei Biel, um gemeinsam mit anderen Interessierten Visionen zu entwerfen, auszutauschen  zu diskutieren, zu (ko-)kreieren. In diesem Rahmen wurde auch das QuiSS- Projekt «Zaungäste» vorgestellt.

Der Zeichner Filippo Buzzini visualisierte die Rückmeldungen der Barcamps laufend auf einem grossen Poster. Der Ausschnitt unten zeigt das Ergebnis zu den Zaungästen.

Illustration: Filippo Buzzini

Premiere: Die Gesprächskommode für den Zyklus 2

Susanne Bernet und Martina Weber präsentieren die Gesprächskommode

Am 25. Treffen des Teilnetzwerks Kompetenzpass vom 3. September 2022 stellten Susanne Bernet und Martina Weber die Gesprächskommode vor. Diese entstand im Rahmen einer Masterausbildung am Institut Unterstrass und wurde zu einem vollen Erfolg. Schon 300 Stück davon haben die beiden Gestalterinnen inzwischen verkauft und unzählige Lehrpersonen in die Arbeit damit eingeführt.

Einer der Effekte der Kommode ist, dass jüngere Kinder wesentlich mehr beteiligt sind an Standortgesprächen. «Wann entwickelt ihr eine Kommode für den Zyklus 2?», wurden Susanne Bernet und Martina Weber oft gefragt. Inzwischen ist dieses Tool ebenfalls erstellt und die Teilnehmenden am Netzwerktreffen erlebten eine exklusive Premiere. Der offizielle Verkauf startet 2023.

Website zur Gesprächskommode

Aufschlussreiche Besuche in Niedersachsen

Text und Bild: Lutz Oertel

Einmal mehr zeigte sich der Wert einer peer review beim Besuch zweier privater Schulen in Cloppenburg (Marienoberschule und Liebfrauengymnasium), denn nicht nur die Besuchten, die fachliche Rückmeldungen erhielten, sondern auch die Besucher (Gäste) profitierten, so durch folgende Anregungen. Diese erhielten wir durch die exemplarische Nachbesprechung einer kollegialen Hospitation, gekennzeichnet durch einen gut strukturierten Ablauf und unbedingtes Vertrauen zueinander. Ähnlich die kollegiale Fallbesprechung, die vor allem jene Lehrperson entlastete, die im Unterrichtet in ein schwieriges Verhaltensproblem involviert wurde. Grosse Freude machte es, das Beispiel eines interdisziplinären Projektunterricht beobachten zu können, in dem verschiedenste Fähigkeiten geschult wurden, z.B. digitales Konstruieren und handwerkliches Umsetzen.